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Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“

München mit Bedacht gestalten!

Der Antrag auf Bürgerbegehren ist gestellt.

Nach dem wir am 09. Januar 2023 knapp 60.000 Unterschriften beim Kreisverwaltungsreferat eingereicht hatten, steht nach Prüfung nun fest, dass die notwendige Zahl an Unterschriften von Münchner Bürgern zusammengekommen ist .
Aus einer Anerkennungsquote von rund 70% können wir schließen, dass sogar deutlich mehr als die erforderlichen 30.009 Unterschriften eingereicht werden konnten.
Ein Etappenziel ist geschafft. Großer Dank an alle Unterstützer. Der Stadtrat wird das Thema in seiner nächsten Sitzung am 01. Februar behandeln.

Warum braucht es das Bürgerbegehren?

Münchens unbebaute Flächen schrumpfen immer mehr, weil die Stadt nach dem Willen der politischen Verantwortungsträger weiter wachsen muss. Inzwischen ist Bayerns Landeshauptstadt mit einem Versieglungsgrad von 46% die am dichtesten bebaute Großstadt Deutschlands. Immer wieder kommen bei neuen Bauvorhaben auch öffentliche Grünflächen ins Visier von Stadtplanern und Investoren. So wurden unter anderem im Kustermannpark, im Nußbaumpark und einer Grünanlage an der Adam-Berg-Straße Vorstöße unternommen, um auch öffentliche Grünflächen für eine Bebauung zu nutzen. Die gestiegene Einwohnerzahl Münchens bräuchte zur Nah-Erholung aber eher mehr Raum. Zudem können innerstädtische Grünanlagen nicht einfach durch Flächen am Stadtrand ersetzt werden, ganz davon abgesehen, dass ein alter Baumbestand sowie gewachsene ökologische und soziale Strukturen nicht einfach verpflanzt werden können.

Was leistet öffentliches Grün?

Wir alle nutzen öffentliche Grünflächen in vielfältiger Weise, zum Spazieren, Spielen, Sporttreiben, Ausruhen, als ungezwungener Treffpunkt oder schlicht zum Durchatmen. Sie sind aber auch Lebensraum und Wanderkorridor für viele Tier- und Pflanzenarten und tragen ganz wesentlich zur Erhaltung des Stadtökosystems bei. Sie können Wasser rasch aufnehmen und helfen dadurch Überschwemmungen zu vermeiden und den Bodenwasserspeicher wieder aufzufüllen. Asphalt, Beton und Pflasterflächen heizen sich im Sommer stark auf. In Zeiten des Klimawandels benötigen wir dringend die Vegetation in Grünanlagen, die als Oasen der Abkühlung im Hitze-Hotspot Großstadt wirken. Sie nützen auch ganz unmittelbar unserer Gesundheit.

Wie geht es weiter?

Der Stadtrat könnte den Text des Begehrens 1:1 übernehmen und der Stadt Kosten in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro, die ein Bürgerentscheid kosten würde, einsparen.
Aktuell führt der Trägerkreis des Bürgerbegehrens mit den Mehrheitsfraktionen im Münchner Stadtrat Gespräche darüber, ob es zu der als zu restriktiv angesehenen Formulierung unserer Abstimmungsvorlage, eine akzeptable Alternative gibt.
Die ersten Vorschläge machen aber wenig Hoffnungen darauf, dass bei unseren Verhandlungspartnern die Einsicht zur Notwendigkeit des Erhalts von Grünflächen (insbesondere in den inneren Stadtbezirken) ausreichend gewachsen ist.
Wir werden hier am Ball bleiben, scheuen aber auch nicht davor zurück, wenn keine gleichwertige Alternative geboten wird, auf dem Bürgerentscheid zu bestehen.
Hier sehen wir uns durch den großen Zuspruch, den unser Anliegen in der Münchner Bevölkerung hat, auch in der Pflicht den besten Schutz der Grünflächen zu erreichen.
Es wird also spannend in den nächsten Wochen. Wir lassen von uns hören.

Helfen Sie mit!

Erzählen Sie Ihren Bekannten und Freunden von dem Bürgerbegehren. Unterstützen Sie uns beim Einreichungstermin mit Ihrer Anwesenheit um einen medienwirksamen Auftritt hinzulegen:
Termin ist der 09.01.2023 um 9:30 Uhr, wir treffen uns vor dem Haupteingang des KVR Lindwurmstraße Ecke Ruppertstraße.
Die notwendige Informationskampagne zum Bürgerbegehren wird in den nächsten Wochen und Monaten viel Geld und Zeit in Anspruch nehmen, mit einer kleinen Spende können Sie sich unmittelbar für den Erhalt der Münchener Grünflächen engagieren.
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