Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
München trägt aus Gründen
des Gesundheitsschutzes und des Tierschutzes dazu bei,
dass der Verzehr von Fleisch und Eiern reduziert wird
München sorgt dafür, dass in allen
Einrichtungen der Stadt, in Kantinen, bei Empfängen,
öffentlichen Veranstaltungen, in Kindertagesstätten,
Schulen, Alten- und Pflegeheimen sowie in den Krankenhäusern
der Städtischen Kliniken München fleisch-
und eifreie Vollwertkost als Alternative angeboten wird.
Begründung:
Seit Jahrzehnten weisen Ernährungswissenschaftler
wie Bircher-Benner, Kollath, Bruker und Schnitzer darauf
hin, dass der zu hohe Verzehr von tierischem Eiweiß,
vor allem von Fleisch und Eiern, in erheblichem Ausmaß
zu den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten
führt. Rheuma hat sich zur teuersten Zivilisationskrankheit
entwickelt, und Herz-Kreislauf-Krankheiten sind mittlerweile
die häufigste Todesursache – jeder Zweite, 50%
der Bevölkerung, verstirbt daran.
Tierschützer sehen im Halten und Töten
von Tieren für die menschliche Ernährung die
quantitativ schwerwiegendste Tierausbeutung. Der unbedachte
und zu hohe Konsum von Fleisch und Eiern macht die millionenfache
Tierschinderei in den Massentierhaltungen erst möglich.
Da ist es ein Gebot der Ethik und der Vernunft,
sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln
dafür einzusetzen, dass der Verzehr von tierischem
Eiweiß deutlich reduziert wird.
Mechthild v. Walter Stadträtin |