Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
Mini-Windkraftwerke auf den Dächern
der städtischen Wohnungsgesellschaften
Die städtischen Wohnungsgesellschaften
GEWOFAG und GWG werden aufgefordert, auf den Dächern
ihrer Wohnanlagen Mini-Windkraftwerke installieren zu
lassen, um den Anteil des aus erneuerbaren Energien
gewonnenen Stroms zu vergrößern und den CO2-Ausstoß
zu senken.
Begründung:
Der schottische Windgeneratoren-Hersteller
Windsave hat mit einer Mini-Windkraftanlage für
den Hausgebrauch einen überraschenden Absatzerfolg
erzielt und dem in Italien führenden Elektromotorenhersteller
Lafert einen Großauftrag erteilt. Dieser Erfolg
zeigt, dass der Markt für die Installation von
dezentralen kleinen Windkraftanlagen reif ist.
Der mit Dauermagneten ausgerüstete Stromgenerator
wird auf einem drei Meter hohen Befestigungsmast angebracht
und braucht einen Aktionsradius von zweieinhalb Metern
für die Windräder. Unter günstigen Standortbedingungen
können die Kleinturbinen bis zu 30 Prozent des
jährlichen Stombedarfs eines Haushaltes erzeugen.
Wenn der Strom ins öffentliche Netz eingespeist
wird, amortisiert sich die Anlage in relativ kurzer
Zeit, wie an der regen Nachfrage abzulesen ist. Die
Installation von Mini-Windkraftwerken auf den Dächern
der städtischen Wohnungsgesellschaften wäre
ein weiterer Schritt auf dem Weg zur dezentralen Versorgung
mit erneuerbaren Energien, der mit der Installation
von Fotovoltaik- und Solaranlagen begann.
Wenn der Markt für Mini-Windkraftwerke
wächst, werden sicher auch zusätzliche Hersteller
aus der Region dazu angeregt, in die Produktion einzusteigen.
So entstehen neben dem umweltfreundlich erzeugten Strom
Arbeitsplätze bei den Produzenten und den installierenden
Handwerksbetrieben.
Mechthild v. Walter Stadträtin |