Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
Kein W-LAN in Schulen, Kindertageseinrichtungen
und städtischen Dienstgebäuden
Die Landeshauptstadt München verzichtet
aus Gründen der Gesundheitsvorsorge für die
Schüler und Bediensteten in ihren Schulen, Kindertageseinrichtungen
und Dienstgebäuden auf die Verwendung von drahtlosen
Internet-Netzwerken/W-LAN (Blue-tooth).
Begründung:
Die Verwendung von Mobilfunk und verwandten
Techniken hat neben Annehmlichkeiten auch erhebliche
gesundheitliche Risiken zur Folge. Von Beginn der Nutzung
dieser Technik an hat die ÖDP auf dieses Problem
hingewiesen und hierzu auch entsprechende Initiativen
ergriffen.
Im März hat nun nach jahrelangen Bemühungen
von Kritikern der Anwendung von unnötigen Funkübertragungstechniken
in Schulen, der Kulturausschuss des Bayerischen Landtags
einen empfehlenden Beschluss gefasst: In Schulen soll
auf W-LAN-Anwendungen aus Gründen der Gesundheitsvorsorge
grundsätzlich verzichtet werden. Hintergrund ist,
dass mittlerweile nicht nur von den Mobilfunkkonzernen
unabhängige Experten, sondern sogar das Bundesamt
für Strahlenschutz entsprechende Warnhinweise gibt
- obwohl die Techniken weiterhin erlaubt sind.
Es ist erfreulich, dass sich der Kulturausschuss
des Bayerischen Landtages nun zu dieser Empfehlung durchgerungen
hat. Leider hat er aber nur eine Empfehlung gegeben,
keine Anordnung erlassen. Der Grund: Bei einer gesetzlichen
Anordnung würde die Kostenlast für eventuelle
finanzielle Mehrbelastungen - z. B. durch das Verlegung
von Kabeln - nach dem Konnexitätsprinzip auf den
Anordnenden, sprich den Freistaat Bayern, übergehen.
München sollte die Bedenken des Bundesamtes
für Strahlenschutz ernst nehmen und im Sinne eines
vorbeugenden Gesundheitsschutzes auf die Anwendung von
W-LAN in Schulen, Kindertageseinrichtungen und allen
Dienstgebäuden der Stadt verzichten.
Mechthild v. Walter Stadträtin |