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Herrn Oberbürgermeister
Christian Ude
Rathaus

Dringlichkeitsantrag für den Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung am 29.11.2006

Kein Supermarkt mitten im Wohngebiet Ackermannbogen Südwest!

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Entwürfe des Planungsreferates zum letzten Bauabschnitt des Neubaugebietes am Ackermannbogen – Wohnquartier Südwest, die einen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von etwa 1.500 qm mit einem Parkplatz von 70 bis 100 Parkplätzen vorsehen, werden nicht realisiert. Für den Fall, dass dieser Antrag nicht zugelassen wird, beantrage ich die Vertagung des Beschlusses.

Begründung:

Der Plan für die Errichtung eines Supermarktes mitten im Wohngebiet Ackermannbogen Südwest widerspricht wesentlichen Zielen der Stadtpolitik und den berechtigten Erwartungen der Bewohner.

Ein Vollsortimenter an dieser Stelle ist für sein finanzielles Überleben auf ein Einzugsgebiet angewiesen, das doppelt bis dreifach so groß ist wie der Ackermannbogen. Die Folge ist, dass von außen der entsprechende Lieferverkehr und zusätzlicher Individualverkehr direkt in das Wohngebiet geleitet wird. Das alles führt zu einer Lärm- und Schadstoffbelastung, die der ursprünglichen Planung für dieses Wohngebiet widerspricht – ganz abgesehen von den stadträumlichen Folgen, der Zerstörung des zentralen grünen Herzstücks des Ackermannbogens.

Dazu kommt, dass gerade Familien, denen hier in der Stadt eine Wohnmöglichkeit im Grünen geboten wurde, um den Abzug junger Familien ins Umland zu stoppen, sich betrogen fühlen müssen, wenn die ursprünglichen Pläne so geändert werden, dass sie vermehrt Lärm und Ab-gasen ausgesetzt sind und ihre Kinder nun eben doch durch den erhöhten Autoverkehr gefährdet werden. Dem Ziel der Familienfreundlichkeit werden diese Pläne also in keiner Weise gerecht.

Als Alternative bietet sich ein Standpunkt für einen Vollsortimenter an der Schwere-Reiter-Straße an, der dann auch für die Bewohner der geplanten Werkbundsiedlung gut zu erreichen ist. Wenn man hier eine geschlossene Bebauung für Gewerbe plant, dann wird das Wohngebiet zusätzlich vor Lärm geschützt. Durch die Änderung der Pläne lässt sich also deutlich mehr Lebensqualität für die Bewohner des Ackermannbogens erreichen.

Mechthild v. Walter
Stadträtin

 

  

Stadtratsantrag
vom 27. Nov. 2006

 

Bildmaterial:

von Walter

Mechthild von Walter,
Stadträtin der ödp München
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von_walter.jpg, 27 KB)

Pressekontakt:

Markus Hollemann
Regionalbeauftagter

ödp Stadtverband München
Tal 25
D-80331 München
Tel. 0 89/45 24 74 15
Fax 0 89/2 44 36 53 97
muenchen@oedp.de


 

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