Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
Keine Nutzungsentgelte für Bezirkssportanlagen
und städtische Turnhallen bei Kinder- und Jugendturnieren
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Entgelte für die Nutzung der Bezirkssportanlagen
(BSA) und der städtischen Schulturnhallen bei Kinder-
und Jugendturnieren entfallen ersatzlos, wie das der
Breitensportverein FC Hertha München e.V. vorgeschlagen
hat. Der Antrag bezieht sich auf die vom Münchner
Stadtrat am 2. Juli 2003 beschlossenen „Nutzungsentgelte
für Sportanlagen“ – hier: Bezirkssportanlagen und
Sportplätze, Absatz 4.1 und 4.2, sowie Sporthallen,
Absatz 1.
Begründung:
Seit dem Jahr 2004 müssen alle Vereine
für die Nutzung der Bezirkssportanlagen und der
Schulsporthallen einen bestimmten Stundensatz entrichten.
Diese Maßnahme der Stadt zwang viele Sportvereine
dazu, ihre Beiträge zu erhöhen. Sie wurde
aber als notwendig akzeptiert.
Kein Verständnis wird dagegen dafür
aufgebracht, dass bei der Abhaltung von Kinder- und/oder
Jugendturnieren sehr hohe Entgelte zu bezahlen sind:
So werden zum Beispiel für die Benützung einer
Bezirkssportanlage – BSA A1 – für zwei Tage (Samstag/Sonntag)
400 Euro in Rechnung gestellt.
Die Sportvereine erfüllen für die
nachwachsende Generation äußerst wichtige
Aufgaben: Es wird nicht nur die Gesundheit der Kinder
und Jugendlichen gefördert, sondern hier wird den
Kindern und Jugendlichen vor allem eine sinnvolle, vom
Teamgeist geprägte Freizeitgestaltung geboten,
die von den Teilnehmern begeistert angenommen wird.
Diese Leistung könnte ohne die ehrenamliche
Mithilfe von Vereinsmitgliedern nicht geleistet werden
- dafür sollten diese aber nicht zur Kasse gebeten
werden, wenn man nicht riskieren will, dass die Turniere
wegen der finanziellen Belastungen in Zukunft entfallen
müssen.
In allen Sonntagssreden wird die Notwendigkeit
der Kinder- und Jugendarbeit betont, und die hier ehrenamtlich
tätigen Bürgerinnen und Bürger erhalten
viel Lob. Es darf nicht sein, dass die Arbeit dieser
engagierten Menschen durch zu hohe finanzielle Forderungen
konterkariert wird.
Mechthild v. Walter Stadträtin |