Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag zur dringlichen Behandlung
München bekämpft unverzüglich
die rasante Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus im
Münchner Westen
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Landeshauptstadt München ergreift
unverzüglich Maßnahmen, um die weitere Ausbreitung
des gesundheitsgefährdenden Riesen-Bärenklaus,
der auch unter dem Namen Herkulesstaude (Heracleum mantegazzinum)
bekannt ist, zu verhindern. Die bis zu vier Meter hohen
Pflanzen tragen große weiße Blüten.
Die Münchner Bevölkerung soll eindringlich
davor gewarnt werden, die Pflanzen ohne Schutzhandschuhe
zu berühren. Private Grundbesitzer sollen um Mithilfe
gebeten werden, da es wichtig ist, dass die Blüten
entfernt werden, bevor sie sich aussamen können.
Auch die Münchner Bürgerinnen und Bürger
und die Naturschutzverbände sollen um Unterstützung
beim Kampf gegen die Stauden gebeten werden, da die
städtischen Stellen vermutlich nicht genug Personal
einsetzen können.
Begründung:
Im Münchner Westen, südlich der
S-Bahnlinie zwischen Aubing und Puchheim und westlich
von Neuaubing, breitet sich der Riesen-Bärenklau
augenscheinlich ungehindert aus. Diese Pflanze, die
aus dem Kaukasus stammt, vermehrt sich sehr stark, hat
offensichtlich keine Fressfeinde und verdrängt
die heimischen Pflanzen. Sie ist gesundheitsgefährdend,
da in ihrem Saft Substanzen enthalten sind, die bei
Berührung entzündliche Hautreaktionen hervorrufen,
ähnlich Verbrennungen, die Rötungen, Schwellungen
und Blasen verursachen. Wenn sie sich erst flächendeckend
verbreitet hat, kann man die befallenen Wälder
und Wiesen nicht mehr ohne Schutzkleidung betreten.
Die Stadt Münster, in deren Stadtgebiet
sich der Riesen-Bärenklau auch ausgebreitet hat,
informiert ihre Bürgerinnen und Bürger mit
einem Faltblatt und über das Internet unter www.muenster.de/stadt/umwelt.
Das wäre sicher auch in München vernünftig.
Mechthild v. Walter Stadträtin |