Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
Regio-Geld bald von der Stadtsparkasse?
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Landeshauptstadt fordert die Stadtsparkasse
auf, überprüfen zu lassen, ob in München
auch eine Regionalwährung eingeführt werden
kann, um im Stadtgebiet Aufgaben zu lösen, für
die kein Geld von Stadt oder Freistaat zur Verfügung
steht. Dabei sollte sich die Stadtsparkasse von den
Experten des RegioNetzwerkes beraten lassen, einer gemeinnützigen
Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den
Regio als Ergänzung zum Euro einzuführen.
Begründung:
Von Attac-Geld war zu erfahren, dass in einer
Region bei Leipzig, dem Kreis Delitzsch, der unter großen
wirtschaftlichen Problemen leidet, vom Chef der Sparkasse
Delitzsch-Eilenburg, Alfons Föhrenbach, ein Gutachten
in Auftrag gegeben wurde, in dem vom ehemaligen Innenminister
Sachsens, Klaus Hardrath, die rechtliche Seite überprüft
und von Hugo Godschalk, einem Unternehmensberater, die
wirtschaftliche Machbarkeit untersucht wurde. Das Ergebnis:
Weder rechtlich noch ökonomisch gibt es grundsätzliche
Bedenken.
Das Regio-Geld, eine ergänzende Währung
mit regionaler Gültigkeit, hat den Zweck, Initiativen
zu fördern, die Probleme in einem bestimmten Gebiet
zu lösen versuchen.
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung
und Prof. Dr. Ernst Schrimpff von der Ernst-Friedrich-Schuhmacher-Gesellschaft
schreiben in einer Einladung zu einer Veranstaltung
über Regio-Geld in der Schweisfurth-Stiftung, die
am 22. März stattfinden wird: „An historischen
Beispielen - aber auch am Beispiel Japan in neuester
Zeit - lässt sich aufzeigen, dass regionale Währungen
das „Ökogeld“ des 21. Jahrhunderts sind, das zum
Tausch im Bereich Umwelt, Sozialsysteme, Gemeinschaftsleben
und Kultur parallel zur gesetzlichen Währung genutzt
werden kann.“
Wenn sich daraus Vorteile für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer in München ergeben, profitiert
davon außer den Bürgerinnen und Bürgern
Münchens auch die Stadtsparkasse.
Mechthild v. Walter Stadträtin |
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