Herrn Oberbürgermeister Christian
Ude Rathaus
Antrag
Neue Schulcomputer nur noch
mit Linux und OpenOffice - Kostenlose
OpenOffice-CDs für Münchner Schüler |

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Der Stadtrat möge beschließen:
Neue Computer für Münchens städtische
Schulen werden grundsätzlich mit dem Lizenzkosten-freien
Betriebssystem Linux und dem ebenfalls kostenlosen Büroprogramm
OpenOffice ausgeliefert. Vorhandene Computer können
unverändert weiterbetrieben werden - eine zusätzliche
Installation von OpenOffice für Windows oder die
Komplettumstellung auf Linux und OpenOffice bieten sich
jedoch an.
Zudem verteilt die Landeshauptstadt München
OpenOffice auf einer kostenlosen CD-ROM an Schüler
städtischer Schulen zum privaten Gebrauch. Interessierte
Firmen können die Herstellungskosten übernehmen
und als Gegenleistung ihr Logo auf die CD-Hülle
drucken. Die Verteilung erfolgt weitgehend kostenneutral,
indem die Stadt München eine geeignete Menge an
die Schulen ausliefert, welche selbst die Einzelverteilung
übernehmen.
Begründung:
OpenOffice kostet - ebenso wie das Betriebssystem
Linux - keine Lizenzgebühren und erzeugt keine
Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller. Es
ist ein vollständiges, zuverlässiges und Microsoft-kompatibles
Büroprogramm, das sich sowohl unter Linux als auch
unter Windows einsetzen lässt und eine sehr große
Ähnlichkeit mit Microsoft Office aufweist. Der
Umstellungsaufwand für bisherige Microsoft-Nutzer
ist deshalb äußerst gering. Umgekehrt können
Schüler, die OpenOffice nutzen, später im
Berufsleben problemlos mit Microsoft Office arbeiten.
Weil sie jedoch nicht ausschließlich auf Microsoft-Produkte
fixiert sind, sinkt ihre Hemmschwelle, bei ihrem späteren
Arbeitgeber auch Software anderer Firmen zu verwenden.
Der positive Effekt für die Münchner Wirtschaft:
Sie sieht sich nicht mehr gezwungen, ihren Mitarbeitern
unbedingt Microsoft-Produkte anzubieten und kann deshalb
die Kosten- und Sicherheitsvorteile der „Open Source
Software“ verstärkt wahrnehmen. Die Stadt München
stellt bekanntlich ohnehin auf Linux und OpenOffice
um.
Die finanziellen Vorteile kostenloser Software
sind offensichtlich und sollten deshalb bei der Beschaffung
neuer Schulcomputer genutzt werden. Ebenso sollte man
- gerade sozial schwächeren - Schülern die
hohe Geldausgabe für kommerzielle Produkte ersparen
und ihnen als Alternative eine kostenlose CD-ROM mit
OpenOffice (in Versionen für Linux und Windows)
überlassen.
Man könnte sich überlegen, in die
Verteilaktion die Mitarbeiter der Münchner Verwaltung
einzubeziehen - auch mit dem Ziel, Vertrauen zu der
künftig verwendeten Software ihres Arbeitgebers
herzustellen.
Nicht zuletzt würde eine Annahme dieses
Antrags das Image der Stadt München als Beispiel-gebende
Innovationsstadt weiter verfestigen - München wurde
bereits bei seiner Entscheidung pro Linux sehr positiv
in der Weltpresse erwähnt.
Mechthild v. Walter Stadträtin
Linux-Antrag vom 06. Nov. 2003: München
bewirbt sich bei der EU um Fördergelder für
den Umstieg auf freie Software - wie zum Beispiel Linux
Linux-Antrag vom 22.
Mai 2003: Die Stadt
München entscheidet sich für Kostenvorteile,
Datenschutz und Investitionssicherheit und wählt
deshalb Linux und Freie-Büro-Programme
Linux-Antrag vom 16.
April 2003: München
wechselt aus Kosten- und Sicherheitsgründen von
Windows NT auf Linux
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